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Bewegungsmangel im Alltag: Warum tägliche Bewegung wichtiger ist als du denkst

Vom Schreibtisch ins Auto und von dort aufs Sofa: Für viele Menschen besteht der Alltag heute aus langen Sitzzeiten und vergleichsweise wenig Bewegung. Dabei braucht unser Körper regelmäßige Aktivität, um leistungsfähig zu bleiben. Bewegungsmangel betrifft deshalb nicht nur Menschen, die überhaupt keinen Sport treiben. Auch wer mehrmals pro Woche trainiert, kann sich im Alltag insgesamt zu wenig bewegen.

Was bedeutet Bewegungsmangel?

Von Bewegungsmangel spricht man vereinfacht gesagt, wenn die körperliche Aktivität im Alltag dauerhaft zu gering ist. Besonders problematisch sind dabei lange Phasen des Sitzens. Wer beispielsweise acht Stunden am Schreibtisch verbringt und sich außerhalb des Trainings nur wenig bewegt, kommt trotz einzelner Sporteinheiten auf vergleichsweise wenig tägliche Aktivität.

Regelmäßige Bewegung unterstützt unter anderem die Muskulatur, das Herz-Kreislauf-System und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit. Gleichzeitig kann aktive Bewegung dabei helfen, Stress abzubauen und das eigene Wohlbefinden zu verbessern.

Warum Bewegung im Alltag genauso wichtig ist

Ein einstündiges Training kann viele positive Effekte haben – es gleicht jedoch nicht automatisch einen ansonsten sehr bewegungsarmen Tag aus. Deshalb lohnt es sich, auch außerhalb des Fitnessstudios aktiv zu bleiben.

Schon kleine Veränderungen können dabei helfen: Treppen statt Aufzug, kurze Wege zu Fuß, ein Spaziergang in der Mittagspause oder regelmäßiges Aufstehen während der Arbeit. Auch Hausarbeit, Radfahren oder aktive Freizeitgestaltung bringen Bewegung in den Alltag. Entscheidend ist nicht, jede freie Minute sportlich zu verbringen, sondern lange Phasen völliger Inaktivität möglichst regelmäßig zu unterbrechen.

Wie viel Bewegung ist sinnvoll?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Erwachsenen, sich pro Woche mindestens 150 bis 300 Minuten moderat zu bewegen. Dazu zählen beispielsweise zügiges Gehen, entspanntes Radfahren oder Schwimmen. Alternativ sind 75 bis 150 Minuten intensive Bewegung möglich, etwa Joggen oder ein forderndes Ausdauertraining. Zusätzlich empfiehlt die WHO an mindestens zwei Tagen pro Woche muskelkräftigende Aktivitäten, bei denen die großen Muskelgruppen beansprucht werden.

Das bedeutet nicht, dass du jeden Tag eine Stunde trainieren musst. Die Bewegung lässt sich über die Woche verteilen und kann auch aus kürzeren Einheiten bestehen. Wichtig ist vor allem, regelmäßig aktiv zu sein und lange Sitzzeiten durch Bewegung zu unterbrechen. Wer bisher wenig Bewegung in seinen Alltag integriert, kann zunächst mit kleineren Einheiten beginnen und die Dauer und Intensität schrittweise steigern.

Mehr Bewegung beginnt mit kleinen Schritten

Du musst deinen Alltag nicht von heute auf morgen komplett verändern. Starte mit realistischen Zielen und steigere deine Bewegung Schritt für Schritt. Ergänzt du mehr Alltagsbewegung durch regelmäßiges Kraft- oder Ausdauertraining im Fitnessstudio, schaffst du eine gute Grundlage für deine körperliche Fitness.

Denn Fitness entsteht nicht nur während des Workouts. Auch das, was du zwischen den Trainingseinheiten machst, zählt.